Microsoft Office vs Open Office – kaufen oder nicht kaufen?

Microsoft Office tritt gegen Open Office in der Arena an.

Was früher der Aktenordner im Schrank war, ist heute der Ordner auf der Festplatte. Als Gemeinsamkeit haben sie einen Teil ihrer Füllung – Texte, Tabellen und Präsentationsfolien für private oder gewerbliche Zwecke. Der PC hat das Schreiben und Zeichnen mit dem Stift fast vollständig abgelöst, da der Datenaustausch, das Archivieren und die Wiederherstellung von verloren gegangen Informationen wesentlich effizienter sind. Wer nicht wieder zu Blatt und Stift greifen will, benötigt also eine Office Suite.

Schrank voller Aktenordner Beitragsbild für Monoware Online Shop gebrauchte Office Software

Solche Aktenanhäufungen waren früher normal

Die bekannteste ist Microsoft Office. Laut Microsoft ist auf über 1 Milliarde PCs eine der Versionen von Microsoft Office installiert. Wer Berichte schreiben, Tabellen erstellen, Präsentationen anfertigen und E-Mails verschicken möchte, darf für eine Microsoft Office 2016 Professional Version im Microsoft Shop rund 539 Euro (23.04.2018) ausgeben. Was für große Unternehmen ein annehmbares Übel ist, ist für Kleinunternehmer, Freelancer und Privatpersonen eine hohe Hürde. Das benutzerfreundliche Office ist im Neukauf schlicht zu teuer – eine Alternative muss also her.

Die Suche nach einer kostenlosen Lösung – Open Office

Nach einer kurzen Suche auf Google zu kostenlosen Microsoft Office Alternativen erscheinen schnell Einträge über Open Office. Die Software existiert seit 2002 und wurde von Sun Microsystems als quelloffenes Programm entwickelt. Das heißt, jeder in der Community kann das Programm weiterentwickeln und Verbesserungen dafür schreiben. Oracle übernahm das Projekt von Sun Mircrosystems und brachte eigene Ideen ein, was vielen ehemaligen Entwicklern nicht gefiel. So verließen sie die Community und gründeten, basierend auf dem Open Office Quellcode das Projekt Libre Office. Nichtsdestotrotz, Apaches Open Office entwickelte sich weiter und feierte vor Kurzen seinen 250 millionsten Download.

Open Office hat Vorteile…

Die kostenfreie Office Suite enthält die Module Writer, Draw, Impress, Calc, Base und Math. Die ersten fünf entsprechen den MS Office Modulen Word, Pain, PowerPoint, Excel und Access. Das Modul Math ist ein zusätzlicher Formel-Editor. Beim Download des Suites fällt sofort die leichte Auswahl auf. Kein langes Überlegen, welche Lizenz besser für den eigenen Anwendungsfall geeignet ist. Beim Starten der einzelnen Programme öffnen sich die Herzen der Microsoft Office Nostalgiker, denn das User Interface ähnelt sehr stark dem beliebten MS Office UI vor 2007. Fans des neuen, intuitiven Ribbon-Designs können mit den Drop-Down-Menüs und Toolbars eher weniger anfangen.

Open Office UI im Vergleich mit Microsoft Office

Das UI von Open Office ähnelt stark dem frühen MS Office

Von der Bedienung her ähnelt Open Office stark Microsofts Office Bundle, klar denn es wurde ja auch nach seinem Vorbild entwickelt. Texte können einfach erstellt und ihr Fonts, Größen oder Farben leicht verändert werden. Es gibt Vorlagen, auch wenn hier MS Office wesentlich mehr bietet, und hilfreiche Funktionen für die Arbeit am Dokument. Auch Macros können mit Open Office gebaut werden. Wer ein VBA-Fan ist, wird sich mit Open Office Basic etwas schwer tun, denn dieses benutzt andere Befehle und beide Sprachen sind kaum kompatibel.

OpenOffice [Software Review]

Wenn du eingebettete Videos auf Monoware ansehen möchtest werden personenbezogene Daten an Youtube gesendet. Youtube kann diese Daten speichern und zur Analyse deines Verhaltens verwenden. Erfahre mehr darüber, wie Youtube deine Daten verwendet in unserer Datenschutzerklärung.

Kompatibilität ist das Stichwort. Hier punktet Open Office, denn es unterstützt viele Datenformate und erlaubt sogar das Öffnen von Microsofts Dateien. Allerdings kann es zu Formatierungsfehlern kommen. Auch beim Import von .odt-Datein in MS Office kann es zu Fehlern kommen. Da viele Microsofts Suite nutzen, ist dies ein großer Nachteil für Freelancer oder Kleinunternehmer. Der offene Quellcode, der oft als Punkt unter den Vorteilen zu finden ist, ist für die meisten Anwender sicher uninteressant. Wer hat schon die Zeit oder das Wissen sich die Software so hinzuprogrammieren, wie man sie braucht? Aber wenn Fragen zur Nutzung auftauchen, steht die starke Community hinter ihrem Programm und gibt gerne Hilfestellung.

… aber auch Nachteile

Ok, für Einzelkämpfer im Büro oder zu Hause ist das annehmbar, aber wie sieht es mit der Arbeit im Team aus? Wer schon einmal mit Word 2016 einen Bericht erstellt und gleichzeitig mit ein paar weiteren Kollegen aus verschiedenen Ländern das Dokument mit Leben befüllt hat, der wird diese Funktion schmerzvoll missen (außer bei Calc). Nicht einmal eine gute Mobile App gibt es für Open Office, nur eine Desktop-Version für kleine Bildschirme, die absolut nicht “smart” oder mobil wirkt. Demnach ist auch keine Unterstützung für Touch-Screens verfügbar.

Microsoft Office 2016 Design

Der Ribbon Look ist wesentlich Intuitiver

Auch bei der Kommunikation hakt es. Wo Microsoft sein unglaublich mächtiges Tool für den E-Mail-Versand – Outlook – positioniert hat, bietet Open Office keinerlei Unterstützung. Dementsprechend gibt es auch keine Integration, die es erlaubt erstellte Dokumente sofort per Mail weiterzureichen. Kein Outlook, keine Cloud und keine Real Time Collaboration – das sind wesentliche Punkte, die in der heutigen Arbeitswelt eine große Rolle spielen. Im Detail gibt es auch einige kleine Schnitzer, wie unzureichende Vorlagen für Excel-Diagramme oder einen schwachen Spell-Checker. Für eine genaue Übersicht für den Vergleich von Open Office/Libre Office mit Microsoft Office empfehle ich diesen Beitrag.

Die bessere Alternative – Microsoft Office gebraucht Kaufen

Im Vergleich von Open Office mit Microsoft Office zeigt sich, dass Open Office für leichte Arbeiten sehr gut geeignet ist. Es bietet ähnlich viel Power wie das Original und ist perfekt, um schnell mal einen Text zu tippen. Aber wenn es um detaillierte und aufwendige Projekte geht, erschöpft sich die Werkzeugpalllette von Open Office. Für Anspruchsvolle, Freelancer, Selbstständige oder Kleinunternehmen ist Microsoft Office einfach die bessere Wahl. Der Austausch von Dateien fällt viel leichter, das gemeinsame Arbeiten am Projekt wird unterstützt und die Geschäftskorrespondenz kann mit Outlook verwaltet werden.

Die große Hürde mit dem Kaufpreis ist spielend zu nehmen, wenn sich für eine gebrauchte Version entschieden wird. Diese bietet die gleichen Inhalte wie der Neukauf, denn Software verschleißt nicht, und ist um ein Vielfaches günstiger. So gibt es die gebrauchte Microsoft Office 2016 Professional Plus Version bereits für 59,99 Euro bei uns im Monoware Online Shop. Nach dem Kauf erhaltet Ihr den Produkt-Key zugesendet, den ihr bei Microsoft für die Office-Version einlösen könnt. Es handelt sich dabei um eine Dauerlizenz. Bei Fragen wendet Euch einfach an uns, das freundliche Team von Monoware.de!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

fünfzehn − eins =